Ungeliebte Weihnachtsgeschenke loswerden

Heiligabend – festliche Stimmung, die Familie versammelt sich und die Vorfreude auf die Geschenke steigt. Doch beim Auspacken folgt nicht selten die Ernüchterung: Kleidung, die nicht passt, ein Haushaltsgerät, das man nie nutzen wird, oder doppelte Bücher.

Das passiert jedes Jahr – und ist kein Grund, solche Geschenke pflichtbewusst im Schrank verstauben zu lassen. Stattdessen kannst du sie einfach weitergeben oder verkaufen.

Weihnachtsgeschenke zurückgeben

Wenn es sich beim Geschenk nicht um etwas Selbstgemachtes oder grundsätzlich Unverkäufliches handelt, denken viele zuerst ans Zurückgeben – sei es direkt an die schenkende Person oder im Laden bzw. Online-Shop, in dem es gekauft wurde.

Allerdings braucht dieser Schritt vor allem eins: Offenheit. Wer ein Geschenk zurückgibt, macht klar, dass es leider nicht ganz den eigenen Geschmack getroffen hat. Das erfordert Fingerspitzengefühl – ist aber manchmal der ehrlichere Weg, bevor das Geschenk ungenutzt bleibt.

Rückgabe des falschen Weihnachtsgeschenks an den Schenkenden

Es bleibt eine heikle Sache: Wer ein Geschenk zurückgeben möchte, fragt sich oft – wie mache ich das, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen? Die Antwort hängt stark davon ab, wie nah dir die schenkende Person steht. Großtante Erna wird sich womöglich mehr über das zurückgegebene Teeservice ärgern als ein entfernter Bekannter über ein unpassendes Selbsthilfebuch.

Damit die Rückgabe möglichst taktvoll verläuft, helfen ein paar einfache Tipps. Hier zeigen wir dir, wie du ungewollte Weihnachtsgeschenke mit Fingerspitzengefühl zurückgibst:

  • Bedanken:
    Auch wenn das Geschenk nicht ganz deinen Geschmack trifft – die Geste zählt. Bedank dich ehrlich und wertschätzend beim Schenkenden. Denn hinter jedem Geschenk steckt zumindest ein Gedanke – und genau dafür darf man dankbar sein.

  • Erklären:
    Du bist leidenschaftliche:r Kaffeetrinker:in und kannst mit dem Teeservice leider nichts anfangen? Dann sag das ruhig – aber freundlich. Wenn du den Grund ehrlich erklärst, zeigst du, dass du die Geste wertschätzt, auch wenn das Geschenk nicht zu dir passt. So bleibt die Kommunikation offen – ohne verletzend zu sein.

  • Vorteile aufzeigen:
    Ehrliche Worte schaffen oft Klarheit – und ermöglichen dem Schenkenden, das Geschenk zurückzugeben, umzutauschen oder online zurückzuschicken. Vielleicht behält er es sogar selbst. So entsteht nicht das Gefühl, dass das Geschenk umsonst war – sondern wird sinnvoll weiterverwendet.

Rückgabe des falschen Weihnachtsgeschenks an den Schenkenden

Wer ein Geschenk im Geschäft zurückgeben möchte, steht oft vor der nächsten Herausforderung: Wo wurde es eigentlich gekauft? Gerade im Familienkreis ist es nicht ganz einfach, danach zu fragen – zu groß ist die Sorge, jemandem auf die Füße zu treten.

Tipp: Frag zuerst bei Personen nach, die möglicherweise eingeweiht sind. Wenn du den Laden herausgefunden hast, lohnt sich ein Blick in die Rückgaberegeln – denn: Händler sind rechtlich nicht verpflichtet, Ware einfach zurückzunehmen. Hier zählt Kulanz.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Umtausch klappt? Und worauf solltest du achten?


Zustand des Artikels:



Einhalten der Rückgabefrist:



Vorzeigen des Kassenbons:



Rückerstattung:


Weihnachtsgeschenke wiederverkaufen

Ob direkt an Heiligabend oder ein paar Tage später – ein ungeliebtes Weihnachtsgeschenk zu verkaufen ist oft die unkomplizierteste Lösung. Im Vergleich zur Rückgabe ist der Wiederverkauf deutlich diskreter – und kann obendrein noch für eine kleine Finanzspritze am Jahresende sorgen.

Gerade wenn das Geschenk von einer eher entfernten Person stammt, ziehen viele diese „stille“ Option dem offenen Umtausch vor. Damit der Wiederverkauf reibungslos klappt, solltest du aber ein paar Dinge beachten.

Verkaufsoptionen für ungeliebte Weihnachtsgeschenke

Zuerst stellt sich die Frage: Wo kann man ein ungeliebtes Weihnachtsgeschenk am besten verkaufen? Die Möglichkeiten sind vielfältig – und je nach Artikel unterschiedlich geeignet:

  • Online: Der Verkauf von gebrauchten, aber auch neuen Artikeln aller Art über das Internet wird immer beliebter – besonders dank der schnellen Recherche- und Vergleichsmöglichkeiten, wie viel Geld für das jeweils angebotene Produkt zu erwarten ist. Sowohl Gruppen auf Facebook & Co. als auch eBay oder Amazon bieten sich hierfür an.

  • Re-Commerce: Ebenfalls online, jedoch mit Festpreisgarantie, können Weihnachtsgeschenke in Form von Büchern, DVDs und anderen Medien über Ankaufsplattformen wie momox.at verkauft werden. Die Eingabe der jeweiligen ISBN-Nummer genügt – umgehend wird angezeigt, zu welchem Preis der Onlinehändler das ungeliebte Weihnachtsgeschenk aufkaufen würde.

  • Flohmarkt: Der Verkauf über den „Klassiker“ Flohmarkt gestaltet sich im Vergleich zu den Online-Optionen deutlich aufwendiger. Bei Wind und Wetter draußen zu sein, die zuweilen recht hohen Standmieten sowie die benötigte Zeit schrecken viele ab – dafür ist der Spaßfaktor hier wohl am größten. Sollen mehrere Artikel auf einmal verkauft werden, kann sich der eigene Stand auf dem Flohmarkt lohnen.

Flohmarkt 2.0 – Weihnachtsgeschenke online verkaufen

Ob über eine Ankaufsplattform oder einen Online-Shop – wenn du das hundertste Paar Socken oder eine ungenutzte Küchenmaschine schnell loswerden willst, klappt das am besten online. Dabei gilt: Ein bisschen Vorbereitung zahlt sich aus.

Von der richtigen Präsentation über die Preisfindung bis zu rechtlichen Aspekten – mit den richtigen Tipps wird der Onlineverkauf deines ungewollten Weihnachtsgeschenks ganz unkompliziert.

  • Wenn du online verkaufst, gilt: Eigene Fotos sind Pflicht. Offizielle Produktbilder von Herstellern oder Händlern darfst du aus urheberrechtlichen Gründen nicht einfach verwenden.

    Auf Ankaufsplattformen sieht das anders aus – hier stellt der Anbieter in der Regel die passenden Originalbilder bereit. Du sparst dir also nicht nur Aufwand, sondern bewegst dich auch rechtlich auf der sicheren Seite.

  • Je neuer, desto besser – klar. Aber beim Zustand solltest du trotzdem immer bei der Wahrheit bleiben. Gib genau an, in welchem Zustand sich das Weihnachtsgeschenk befindet. Ist das Buch wirklich neu – oder nur neuwertig?

    Diese Angaben helfen nicht nur bei der realistischen Preiseinschätzung, sondern sorgen auch dafür, dass es beim Verkauf keine enttäuschten Käufer gibt. Ehrlichkeit zahlt sich aus – und schafft Vertrauen.

  • Auch wenn Angebot und Nachfrage den Preis beeinflussen, solltest du den Neupreis bzw. den ungefähren Wert des Geschenks kennen. Nur so kannst du einschätzen, ob sich ein Verkauf wirklich lohnt – und welche Plattform die beste Option für dich ist.

Weihnachtsgeschenke tauschen

Wer sein Weihnachtsgeschenk nicht verkaufen, sondern lieber tauschen möchte, ist mit Geschenke-Tauschbörsen im Internet gut beraten. Der Online-Tausch funktioniert ähnlich wie der Verkauf – ist aber in der Regel kostenlos und genauso unkompliziert.

Je nach Plattform unterscheidet sich, welche Artikel getauscht werden können – die Grundidee ist aber immer gleich:
Du bietest ein Produkt an, findest ein passendes Gegengeschenk und tauschst direkt mit anderen Nutzer:innen.

  • Tauschartikel inserieren: Auf der gewählten Tauschplattform stellst du dein Weihnachtsgeschenk mit einer kurzen Beschreibung und eigenen Fotos online. Zusätzlich kannst du angeben, was du im Gegenzug suchst – so finden potenzielle Tauschpartner:innen dein Inserat schneller und gezielter.

  • Tauschwährung: Einige Online-Tauschbörsen arbeiten mit einer eigenen Tauschwährung. Das ist praktisch, wenn du aktuell keinen passenden Gegentausch findest. Stattdessen bekommst du für dein Geschenk eine Gutschrift in der Plattform-Währung – und kannst sie später gegen einen anderen Artikel eintauschen, der dir wirklich gefällt. So bleibst du flexibel – und dein Geschenk findet trotzdem eine sinnvolle Verwendung.

  • Offline ist der Geschenketausch ebenso möglich: zum Beispiel bei Geschenketausch-Events in Cafés oder Bars. Dabei lernst du nicht nur neue Leute kennen, sondern bekommst oft auch unterhaltsame Geschichten zu den Geschenken gleich mitgeliefert.

    Und wenn nichts Passendes für dich dabei ist? Dann verschenke dein Weihnachtsgeschenk einfach weiter – ganz im Sinne echter Nächstenliebe und Nachhaltigkeit. Denn manchmal ist das schönste Geschenk das, das man weitergibt.

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