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Schallplatten reinigen: Tipps zur Vinylpflege

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Vinyl ist in, das Sammeln der schwarzen Scheiben eine Philosophie. Wer eine Schallplattensammlung sein Eigen nennt, hegt und pflegt sie. Das Schöne an ihnen: Mit nur wenig Pflegeaufwand überleben sie Jahrhunderte. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen anstatt zu CDs, Streamingdiensten und MP3 zum guten alten Vinyl greifen. Die Anzahl der verkauften Platten steigt stetig an. Höchste Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, wie man seine Schallplatten reinigen kann.

Wie kann man am besten Schallplatten reinigen?

Selbst bei größter Vorsicht und perfekter Vinyl Aufbewahrung können Ablagerungen auf die Oberfläche geraten. Wer davon betroffen ist, fragt sich bestimmt, wie man die eigenen Schallplatten am besten reinigen kann? Am besten hilft vorbeugen, denn vor und nach jedem Auflegen sollte man die Scheibe mit einer antistatischen Bürste säubern um Schmutz zu vermeiden. So funktioniert es:

Reinigung einer Schallplatte
  • Man legt die Scheibe auf den Plattenspieler und startet diesen.
  • Während sie sich dreht, fährt man mit leichtem Druck einige Runden mit der Bürste darüber.
  • Die Bürste sollte in Rillenrichtung geführt werden.
  • Wichtig: Nicht zu starken Druck ausüben.

Mit welchen anderen Methoden kann man Schallplatten noch reinigen?

Ist die Schallplatte jedoch schmutzig, muss diese wahrscheinlich mit einer Nassreinigung gesäubert werden. Dafür mischt man am besten eine Lösung aus etwa ein Drittel Isopropanol, zwei Drittel destilliertes Wasser und einem Schuss Spülmittel. Diese Mischung wird dann am besten mithilfe einer Sprühflasche in einer dünnen Schicht auf die Schallplatte gesprüht. Das Mittel sollte nur kurz einwirken lassen und danach sorgfältig mit einem Mikrofasertuch abgewischt werden. Wichtig: Die Schallplatte darf am Ende nicht mehr nass sein.

Sollte die Schallplatte auch nach dem reinigen immer noch schmutzig sein, kann man immer noch auf etwas kostspieligere Alternativen zurückgreifen. Zum einen wäre die Investition in eine Plattenwaschmaschine. Diese können selbst hartnäckigen Schmutz aus der LP entfernen. Günstig ist dies jedoch nicht, da die Preise für solche Maschinen bei mehreren hundert Euro anfangen.

Etwas günstiger und ein wahrer Klassiker unter den Schallplatten-Reinigungsmethoden ist der sogenannte Discofilm. Dieses klebstoffartige Gel wird mit einem Schwamm vorsichtig auf die gesamte Schallplatte aufgetragen. Sobald das Gel vollkommen getrocknet ist – dies kann bis zu 20 Stunden dauern – kann es an einem Stück sorgfältig abgezogen werden. Wichtig ist, dass am Ende keinerlei Gel-Reste auf der Schallplatte zurückbleiben.

Saubere Nadel, saubere Platte

Eine saubere Schallplattennadel trägt einen wesentlichen Teil zu einer gepflegten Vinylsammlung bei. Nicht zuletzt leidet der Klang unter einer verstaubten Nadel. Man sollte ihren Zustand daher vor jedem Auflegen überprüfen und sie regelmäßig mit einer weichen Bürste säubern. Der Effekt: eine blitzsaubere, kratzerfreie Platte.

Die perfekte Vinyl Aufbewahrung

Große Hitze und starke Sonneneinstrahlung sind Gift für Vinyl. Erwärmt sich das Material, kann es sich verformen, Wellen sowie Dellen sind die Folge – und damit werden sie unweigerlich unbrauchbar. Man sollte seiner Plattensammlung daher ein kühles, schattiges Plätzchen gönnen. Auch Feuchtigkeit kann Schimmel verursachen, der erst die Cover und später auch die Scheiben erwischen kann. Eine trockene Umgebung hingegen kann dem vorbeugen.

Sollten Schallplatten besser liegend oder stehend gelagert werden?

Es gibt viele Gründe, warum Vinyl zur Aufbewahrung im Regal stehen sollte. Einer davon ist die bessere Ordnung: Man erkennt auf den ersten Blick, um welchen Künstler es sich handelt. Der zweite ist die verlängerte Lebensdauer. Liegende Platten können sich verbiegen. Extratipp: Die Scheiben sollten möglichst senkrecht stehen, da bei Schräglage eine Verbiegungsgefahr besteht.

In Hülle und Fülle: Deshalb gehört Vinyl in ein Schutzcover

Staub und Schmutz setzen der Vinyloberfläche zu. Legt man sie auf, sammeln sich feinste Körner an der Plattennadel und zerkratzen die Scheibe. Die Tonträger gehören deshalb in eine Schutzhülle und in ihr Cover – so findet man sie auch besser wieder. Wer das Cover zusätzlich vor dem Verblassen, vor Knicken und Flecken schützen möchte, investiert in transparente Kunststoffhüllen.

Wie legt man Platten schonend auf?

Aus Inlay und Cover nehmen, auflegen, Player starten – das kann doch nicht so schwer sein? Ist es auch nicht. Allerdings sollte Vorsicht angesagt sein. Es ist zu vermeiden, die Platte mit den Händen zu berühren. Stattdessen fasst man sie an den Seiten und am Label an. So werden Abdrücke vermieden und damit die Reinigung erleichtert.